Notfallseelsorger/in

Plötzlich ist nichts mehr so wie es war – Ein Mann erleidet einen Herzinfarkt. Der Rettungsdienst kommt und reanimiert, leider ist eine Wiederbelebung nicht mehr möglich - der Mensch verstirbt. Zurück bleibt beispielsweise die Ehefrau nach über 50 Jahren gemeinsamer Zeit, oder in einem anderen Fall eine Frau mit den drei kleinen Kindern.

Hier können Einsatzkräfte für die Angehörigen ein Angebot der Seelsorge für diejenigen machen, die nicht begreifen können was passiert ist und die nicht wissen, wie es weiter gehen soll.

Den Dienst leisten seit einiger Zeit nicht mehr nur hauptamtlich Seelsorgende in unserem Bistum, sondern auch ehrenamtlich Mitarbeitende in der Notfallseelsorge. Seit 2006 gibt es eine gemeinsame Vereinbarung der Bistümer und Landeskirchen in NRW zur Aus- und Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen, die die Anforderungen und Inhalte auf ökumenischer Basis festlegen.

Die Aus- und Fortbildung ist im theoretischen Teil (Teil A) auf ca. 80 Unterrichtseinheiten in verschiedenen Modulen festgelegt.  Haupt- und Ehrenamtliche, die aufgrund ihrer vorherigen beruflichen Qualifikation schon Module erfüllt haben, können sich diese anrechnen lassen. Im Teil B sind die praktischen Anforderungen festgelegt. Der dritte Teil (Teil C) beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Erfordernissen, wenn Führungsaufgaben übernommen werden sollen.

Nach der theoretischen Ausbildung erhalten die Mitarbeitenden in der Notfallseelsorge eine kirchliche Beauftragung durch den jeweiligen Stadt-/Kreisdechanten und den Bischöflichen Beauftragten. Die Versicherung für die ehrenamtliche Aufgabe erfolgt über das Bistum.

Der Einsatz geschieht über die örtlichen Notfallseelsorgesysteme, die von den Einsatzleitstellen alarmiert werden.

In den vergangenen Monaten wurden in Oberhausen, Gladbeck / Bottrop, Essen / Mülheim, Bochum, Gelsenkirchen und im Märkischen Kreis diese Aus- und Fortbildungen durchgeführt.

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