A-Z der Schlagworte

A

Anerkennung
Anerkennung ist ein zentrales Element der Ehrenamtsarbeit. Sie zeigt sich in Wertschätzung, Dank und Respekt gegenüber dem Engagement. Anerkennung kann durch persönliche Worte, kleine Gesten, Urkunden, offizielle Beauftragungen oder öffentliche Würdigungen ausgedrückt werden. Sie stärkt die Motivation und Bindung der Engagierten.
Anerkennungskultur
Eine Kultur der Anerkennung bedeutet, dass Wertschätzung und Dankbarkeit für ehrenamtliches Engagement fest in der Gemeinschaft verankert sind. Dies zeigt sich in passenden Worten, Gesten und Rahmen, die das Engagement sichtbar und spürbar würdigen.
Anforderungen
Ehrenamtliche sollten ihre Aufgaben mit Freude, Zuverlässigkeit und Sorgfalt erfüllen. Dazu gehört auch, notwendige Fachkenntnisse zu erwerben, sich an Absprachen zu halten und zentrale Richtlinien wie Datenschutz und Prävention zu beachten. Je nach Aufgabe können zusätzliche Anforderungen wie der Umgang mit Schlüsseln, Geld oder sensiblen Daten hinzukommen.
Arbeitslosigkeit
Ehrenamtliches Engagement ist freiwillig und unentgeltlich und berührt den Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht. Bei mehr als 15 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit pro Woche muss dies der Agentur für Arbeit gemeldet werden. Der (Wieder-)Einstieg in den Beruf hat immer Vorrang vor dem Ehrenamt.
Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit ist auch im Ehrenamt wichtig. Engagierte sollten Fluchtwege, Standorte von Feuerlöschern und Sammelstellen kennen sowie auf Gefahren wie bewegliche Teile, elektrische Risiken oder gefährliche Oberflächen achten. Mängel an Arbeitsmaterialien oder Geräten sollten sofort gemeldet werden.
Arbeitszeiten
Für Ehrenamtliche gelten nicht die Regeln des Arbeitszeitgesetzes. Dennoch sollte die Gesamtarbeitszeit (inklusive Hauptjob und Ehrenamt) 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten, damit die Leistungsfähigkeit im Hauptberuf nicht beeinträchtigt wird.
Auslagen
Tatsächlich entstandene Kosten wie Telefon-, Kopier- oder Materialkosten können erstattet werden. Die Erstattung ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Klare Absprachen zu Beginn des Engagements helfen, Missverständnisse zu vermeiden.
Aufnahme/Beginn des ehrenamtlichen Engagements
Ein gelungener Start ins Ehrenamt basiert auf offener Kommunikation und klaren Absprachen zu Aufgaben, Zielen, Ort, Umfang und Dauer. Schriftliche Vereinbarungen, wie eine Engagementvereinbarung, schaffen Transparenz. Eine offizielle Vorstellung und Beauftragung erleichtern die Integration in die Gemeinschaft.

B

BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend)
Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände im Bistum Essen. Er vertritt die Interessen der Jugendverbände in Kirche, Politik und Gesellschaft, fördert die Mitgliedsverbände und bietet Beratung, Fortbildungen und Fördermöglichkeiten für ehrenamtlich Engagierte.
Beauftragung (offizielle)
Eine offizielle Beauftragung erfolgt meist bei Aufgaben mit Außenwirkung, etwa im Gottesdienst oder bei einer Veranstaltung. Sie würdigt das Engagement und macht es für die Gemeinschaft sichtbar.
Beendigung der ehrenamtlichen Tätigkeit
Das Ehrenamt kann jederzeit beendet werden. Ein frühzeitiges Gespräch mit den AnsprechpartnerInnen wird empfohlen, um einen guten Abschluss zu ermöglichen. Auch die Organisation kann das Engagement beenden, etwa bei Regelverstößen. Eine angemessene Verabschiedung ist Teil einer wertschätzenden Kultur.
Bescheinigung über ehrenamtliches Engagement / Nachweis Ehrenamt
Ehrenamtliche haben Anspruch auf eine Bescheinigung über ihr Engagement. Es gibt formale Nachweise und qualifizierte Bescheinigungen, die auch erworbene Kompetenzen dokumentieren. Diese Nachweise sind besonders bei Bewerbungen wertvoll.
Bildungsurlaub
Arbeitnehmer können bis zu 5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr beantragen. Die Fortbildung muss einen Bezug zum Hauptjob haben. Reine Ehrenamtsfortbildungen sind meist nicht abgedeckt. Aktuelle Informationen gibt es beim Land NRW oder den Bildungsträgern.

C

Charisma
Charismen sind besondere Gaben, die jeder Mensch hat, wie Organisieren, Trösten, Zuhören oder handwerkliche Fähigkeiten. Sie sind gleichwertig und ergänzen sich in der Gemeinschaft. Die Entdeckung und Einbringung von Charismen bereichert das Miteinander.
Christsein
Im christlichen Verständnis ist Ehrenamt Ausdruck von Gottes- und Nächstenliebe. Alle Menschen können sich engagieren, unabhängig von Konfession, Geschlecht oder Herkunft. Nur wenige Aufgaben, wie Liturgie oder Katechese, setzen die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche voraus.

D

Datenschutz
Datenschutz ist im Ehrenamt besonders wichtig, da mit sensiblen personenbezogenen Daten gearbeitet wird. Ehrenamtliche müssen eine Datenschutz-Erklärung unterzeichnen und verantwortungsvoll mit Informationen umgehen. Die Kirche ist verpflichtet, die gesetzlichen Datenschutzregeln einzuhalten.
Datenverarbeitung
Personenbezogene Daten werden zur Organisation des Ehrenamts erhoben und verarbeitet. Dazu gehören Name, Kontaktdaten und Geburtsdatum. Die Speicherung erfolgt nur so lange wie nötig. Die Weitergabe erfolgt nur, wenn es für die Organisation erforderlich ist, etwa bei Auslagenerstattung oder Fortbildungen. Ansprechpartner für Datenschutz ist der Datenschutzbeauftragte des Bistums Essen. Betroffene haben Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerspruch.
Dauer der Datenspeicherung
Daten werden nur solange gespeichert, wie sie für das Ehrenamt benötigt werden. Nach Beendigung des Engagements werden sie gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

E

Engagementvereinbarung
Eine Engagementvereinbarung ist eine schriftliche Vereinbarung über Aufgaben, Umfang, Dauer und Ansprechpartner im Ehrenamt. Sie sorgt für Klarheit, Transparenz und beugt Missverständnissen vor.
Ehrenamt / Ehrenamtliche Tätigkeit
Ehrenamtliche Tätigkeit ist freiwillig, unentgeltlich und ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft. Sie kann jederzeit beendet werden und ist offen für alle, die sich engagieren möchten.
Ehrenamtskonzeptionen
Ehrenamtskonzeptionen legen die Grundsätze, Strukturen und Ziele der ehrenamtlichen Arbeit fest. Sie bilden die Basis für eine wertschätzende und transparente Zusammenarbeit.

F

Fluchtwege (Arbeitssicherheit)
Ehrenamtliche sollten die Fluchtwege im Gebäude kennen, um im Notfall schnell und sicher reagieren zu können.
Formalia
Zu den Formalia im Ehrenamt zählen u.a. Datenschutz, Prävention und ggf. die Unterzeichnung einer Engagementvereinbarung. Sie sind wichtige Grundlagen für ein sicheres und geregeltes Miteinander.

G

Gefahrenquellen (Arbeitssicherheit)
Zu den Gefahrenquellen zählen bewegliche Teile, elektrische Risiken und gefährliche Oberflächen. Diese sollten bekannt sein, um Unfälle zu vermeiden.
Gremien
Gremien sind Gruppen, die bestimmte Aufgaben oder Entscheidungen innerhalb der Organisation übernehmen. Sie sind wichtige Ansprechpartner für Ehrenamtliche.

H

I

J

K

Kirchenzugehörigkeit
Für bestimmte Aufgaben, etwa in der Liturgie oder Katechese, ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche Voraussetzung. Die meisten anderen Ehrenämter stehen allen offen.
Kommunikation
Offene und regelmäßige Kommunikation ist Grundlage für ein erfolgreiches Ehrenamt. Sie hilft, Missverständnisse zu vermeiden und fördert die Zusammenarbeit.
Kompetenzen
Im Ehrenamt können viele Kompetenzen erworben oder vertieft werden, z.B. Teamfähigkeit, Organisationstalent oder Kommunikationsstärke. Diese Kompetenzen sind auch für das Berufsleben wertvoll.

L

Liturgie
Liturgie bezeichnet die gottesdienstlichen Feiern und Riten der Kirche. Dazu gehören Gebete, Gesänge, Lesungen und Sakramente. Die Gestaltung der Liturgie folgt festen Abläufen und ist ein zentraler Bestandteil des kirchlichen Lebens.

Wer sich ehrenamtlich in der Liturgie engagieren möchte, findet vielfältige Möglichkeiten - auch abseits fester liturgischer Ämter wie Lektor, Wort-Gottes-Helfer oder Kommunionhelfer.

 

M

Mängel (Arbeitsmaterialien)
Werden Mängel an Arbeitsmaterialien oder Geräten festgestellt, sollten diese umgehend den Ansprechpartnern gemeldet werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Motivation
Die Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist individuell. Sie kann aus dem Wunsch entstehen, anderen zu helfen, Gemeinschaft zu erleben oder sich persönlich weiterzuentwickeln.

N

Nachweis Ehrenamt
Siehe: Bescheinigung über ehrenamtliches Engagement.

O

Offizielle Beauftragung
Siehe: Beauftragung (offizielle).
Organisation
Eine gute Organisation im Ehrenamt umfasst klare Aufgabenverteilung, transparente Strukturen und regelmäßige Abstimmung mit allen Beteiligten.

P

Prävention
Prävention umfasst Maßnahmen zum Schutz vor Gefahren und Missbrauch. Dazu zählen Schulungen, klare Verhaltensregeln und ein achtsamer Umgang miteinander.
Pfarrbüro
Das Pfarrbüro ist zentrale Anlaufstelle für organisatorische Fragen, Material, Räume und Unterstützung im Ehrenamt.
Pfarrei
Die Pfarrei ist die örtliche Gemeinschaft, in der das Ehrenamt stattfindet. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Unterstützung.

Q

Qualifizierungsmaßnahmen
Qualifizierungsmaßnahmen sind Fortbildungen oder Schulungen, die Ehrenamtliche auf ihre Aufgaben vorbereiten oder weiterbilden. Sie können fachliche, rechtliche oder persönliche Themen abdecken.

R

Rechte der betroffenen Personen (Datenschutz)
Betroffene haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Widerspruch gegen die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten. Diese Rechte sind im Kirchlichen Datenschutzgesetz geregelt.
Regelungen (Arbeitszeiten, Auslagen etc.)
Für Ehrenamtliche gelten eigene Regelungen, z.B. bei Arbeitszeit (max. 48 Stunden pro Woche inkl. Hauptjob) oder Auslagenerstattung. Klare Absprachen helfen, Unsicherheiten zu vermeiden.

S

Sammelstellen (Arbeitssicherheit)
Im Notfall sollten Ehrenamtliche wissen, wo sich die Sammelstellen befinden, um sich und andere in Sicherheit zu bringen.
Schlüsselqualifikationen
Im Ehrenamt werden wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit erworben, die auch im Berufsleben gefragt sind.
Sensible Daten
Sensible Daten sind besonders schützenswerte Informationen, etwa über Gesundheit, Religion oder persönliche Verhältnisse. Sie unterliegen besonderen Datenschutzregeln.
Strukturen (BDKJ, Pfarrei)
Strukturen geben Orientierung, wer für welche Aufgaben und Entscheidungen zuständig ist. Sie erleichtern die Zusammenarbeit und helfen, Ansprechpartner zu finden.

T

Tätigkeiten (ehrenamtliche)
Ehrenamtliche Tätigkeiten sind vielfältig und reichen von Organisation über Betreuung bis hin zu kreativen oder handwerklichen Aufgaben. Jede Tätigkeit trägt zum Gelingen der Gemeinschaft bei.
Team
Teamarbeit ist im Ehrenamt zentral. Ein gutes Team lebt von gegenseitiger Unterstützung, Offenheit und gemeinsamen Zielen.
Transparenz
Transparenz bedeutet, dass Abläufe, Entscheidungen und Zuständigkeiten offen und nachvollziehbar sind. Das schafft Vertrauen und Sicherheit.

U

Unzufriedenheit
Unzufriedenheit kann im Ehrenamt entstehen, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden oder es Konflikte gibt. Wichtig ist, Unzufriedenheit ernst zu nehmen und offen anzusprechen. Im Gespräch mit Ansprechpersonen lassen sich oft Lösungen finden. Auch ein Wechsel der Aufgabe oder eine Pause vom Engagement sind möglich und in Ordnung.

V

Verantwortlicher (Datenschutz)
Der Verantwortliche für die Datenverarbeitung ist meist der Kirchenvorstand der jeweiligen Kirchengemeinde, vertreten durch den Pfarrer. Die Kontaktdaten finden sich im ausgefüllten Formular oder auf der Homepage des Bistums Essen.
Vernetzung
Vernetzung mit anderen Ehrenamtlichen, Gremien und Organisationen fördert den Austausch, die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung des Engagements.
Vorstellung (neuer Ehrenamtlicher)
Neue Ehrenamtliche sollten der Gruppe oder Gemeinde vorgestellt werden, um die Integration zu erleichtern und ein Willkommen zu signalisieren.

W

Weitergabe personenbezogener Daten
Eine Weitergabe personenbezogener Daten erfolgt nur, wenn sie für die Organisation des Ehrenamts notwendig ist, z.B. bei Auslagenerstattung oder Fortbildungen. Ansonsten bleiben die Daten geschützt.
Wertschätzung
Wertschätzung ist Ausdruck von Respekt und Dankbarkeit für das Engagement. Sie zeigt sich im persönlichen Umgang, in Worten und Gesten und ist ein wichtiger Motivationsfaktor.

X

Y

Z

Zeit
Zeit ist das wichtigste Gut im Ehrenamt. Wer sich engagiert, schenkt anderen und der Gemeinschaft einen Teil seiner Lebenszeit. Das Ehrenamt lässt sich flexibel gestalten – manche Aufgaben benötigen regelmäßigen Einsatz, andere sind projektbezogen oder zeitlich begrenzt.

Wichtig ist: Jede und jeder entscheidet selbst, wie viel Zeit er oder sie geben kann und möchte. Auch kleine Zeitspenden sind wertvoll und willkommen. Klären Sie Ihre Anliegen, Fragen und Wünsche am besten mit den Ansprechpartner*innen der betreffenden Pfarrei, Einrichtung oder Gruppe. Hervorragende Anlaufstellen sind in diesem Kontext auch die dort etablierten Ehrenamtskoordinator*innen, welche Sie – nach einem ersten unverbindlichen Beratungsgespräch – bei der Suche und Auswahl des für Sie passenden Engagements kompetent unterstützen.

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