ermöglichen

Ermöglichen heißt: Jemandem helfen, seinen Weg zu gehen

Ein Engagement wird oft dort ermöglicht, wo die Entscheidungsträger vor Ort, Haupt- oder Ehrenamtlich - buchstäblich Räume öffnen und anderen deren Schlüssel übergeben. Dabei geht es darum, Menschen (Frei-)Räume zu öffenen, Ideen und Dinge auszuprobieren, die sie mitbringen, für die sie selbst brennen. Es geht also nicht um ein blosses "Mitmachen" in bewährten Feldern, sondern um die Unterstützung und Begleitung neuer Ideen. Denn wir glauben daran, dass Menschen einen einmaligen Auftrag für ihren Weg bekommen haben, eine Art Masterplan, eine einmalige Berufungs-DNA.  Diesem Masterplan gilt es eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, ihn zu suchen, ihm zur Entfaltung zu verhelfen. Der Mensch ist auf eine fundamentale Art und Weise drauf angewiesen, sich an Gott, am Transzendenten zu orientieren, damit er seinen Ruf, seine Be-Rufung, nicht verfehlt. Dabei ist er aber auf Unterstützung, auf Mentoren, Begleiter, Ermöglicher und Unterstützer angewiesen.

© KNSY - Ch. Kniel & N. Synnatzschke / Bistum Essen

Ehrenamtskonzeption und Ehrenamtsstandards

In den Jahren 2012 bis 2013 fand in unserem Bistum ein breit angelegter Dialogprozess statt. In diversen Dialogwerkstätten, Tagungen von Konzeptgruppen und Expertenhearings setzten sich viele Gemeindemitglieder, Hauptamtliche, Ehrenamtliche und Verantwortungsträger in unserem Bistum unter anderem mit den Wünschen und Belangen der ehrenamtlich Tätigen auseinander. Die nun veröffentlichte Konzeption zum Ehrenamt in unserem Bistum trägt den Forderungen dieses Prozesses Rechnung.

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Beauftragung und Ermächtigung

In naher Zukunft erwarten uns noch gravierende Veränderungen der Kirchengestalt. Die Zahl der Hauptberuflichen in der Pastoral wird vermutlich noch weiter abnehmen. Das bedeutet, dass viele elementare und verantwortungsvolle Aufgaben innerhalb der Kirche von Ehrenamtlichen übernommen werden. Deshalb muss im Sinne der Charismenorientierung verstärkt Ausschau nach geeigneten Personen gehalten werden, die dann von den Leitungsgremien unserer Gemeinden und Einrichtungen als geeignet in den Dienst „entsandt“ werden. Solche öffentlichen Akte der Beauftragung und Ermächtigung erhöhen die Akzeptanz und die Legitimierung ihres Dienstes. Praktisch bedeutet es, Orte, Formen und Kultur solcher öffentlicher Akte zu entwickeln, einzuüben und zu praktizieren.